Im Achtelfinale des UNIQA ÖFB Cup am 27. Oktober 2026 in der Generali‑Arena schied FK Austria Wien gegen den TSV Egger Glas Hartberg nach einem 1:1 nach Verlängerung und 3:5 im anschließenden Elfmeterschießen aus. Das Spiel war gleichzeitig das Pflichtspieldebüt von Maximilian (Max) Uhlig als Cheftrainer der Kampfmannschaft. Johannes Eggestein brachte die Veilchen in der 26. Minute in Führung, nachdem ein Eckball von Sanel Šaljić nicht ausreichend geklärt werden konnte und Valentino Müller den Ball im Spiel hielt; Eggestein staubte aus kurzer Distanz ab. Hartberg antwortete noch vor der Pause: Oliver Lukic erzielte in der 44. Minute per Zuspiel von Marco Hoffmann den Ausgleich, sodass es mit 1:1 in die Halbzeit ging. In der zweiten Halbzeit und der Verlängerung blieben klare, verwertete Chancen Mangelware, sodass die Entscheidung vom Punkt fallen musste.
Im Elfmeterschießen behielten die Gäste die Nerven: Hartberg verwandelte alle ihre Strafstöße, während bei Austria der Versuch von Valentino Müller von Hartberg‑Torhüter Luka Maric gehalten wurde. Somit lautete das Endergebnis 3:5 n. E. zugunsten von Hartberg. Die Generali‑Arena verzeichnete 11.355 Zuschauer, Schiedsrichter der Begegnung war Harald Lechner. Für Austria begann Mirko Kos im Tor; in der Abwehr setzte Uhlig auf eine Viererkette mit dem wieder fitten Aleksandar Dragović. Zu den auffälligen Personalien gehörte die Einberufung von Wilhelm Vorsager aus den Young Violets, der sein erstes Spiel im Profiteam bestritt. Reinhold Ranftl fehlte krankheitsbedingt. Auf Hartberger Seite standen unter anderem Luka Maric im Tor sowie Spieler wie Lukas Spendlhofer und Marco Hoffmann in der Startelf. Das Ausscheiden ist für Austria ein Rückschlag, zugleich liefert das Spiel wertvolle Ansatzpunkte für Uhlig und sein Trainerteam, insbesondere zur Chancenverwertung und Defensivorganisation in knappen Begegnungen.
Spielverlauf und frühe Szenen
Die Anfangsphase gehörte klar Austria Wien: die Veilchen begannen engagiert und suchten direkt die Offensivaktionen über die Flügel sowie Standardsituationen. Zahlreiche Versuche führten zwar zu Abschlüssen, blieben aber ohne Erfolg. Sanel Šaljić hatte einen frühen Versuch, Vasilije Marković kam nach Flanken in Kopfballpositionen, doch zunächst fehlte die Präzision, um den Hartberger Keeper ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. In der 26. Minute fiel schließlich die Führung für die Hausherren: Nach einem Eckball verlängerte Hartberg unzureichend, Valentino Müller hielt den Ball im Spiel und Johannes Eggestein nutzte die Situation aus kurzer Distanz zum 1:0. Damit brachte der Stürmer die Austria zum dritten Mal in Folge in dieser Saison per Cupspiel in Führung.
Die Hartberger zeigten sich wenig geschockt und setzten auf Geduld im Aufbau. Gelegentliche Konter und lange Abschläge des Gästekeepers Luka Maric sorgten immer wieder für Umschaltmomente. In der 44. Minute gelang ihnen der verdiente Ausgleich: Oliver Lukic wurde nach einer Kombination mit Marco Hoffmann in Strafraumnähe in Szene gesetzt und traf zum 1:1, womit es in die Halbzeitpause ging. Bis dahin hatten sich Tempo und Intensität verlagert, die Partie blieb eng und von Zweikämpfen geprägt.
Zweite Halbzeit und Wechselwirkungen
Nach dem Seitenwechsel veränderte Hartberg seine Pressingintensität und zwang die Austria anfangs zu Unsicherheiten im Spielaufbau. Die Gastgeber taten sich schwer, klare Kombinationen zu Ende zu spielen. Nach etwas mehr als einer Stunde griff Max Uhlig erstmals personell ein: Valentin Toifl und Florian Wustinger kamen für Ibrahim Buhari und Manfred Fischer, um frische Impulse in die Offensive zu bringen. Die Wechsel sorgten phasenweise für neue Dynamik, doch zählbares Ergebnis blieb aus.
In der Schlussphase der regulären Spielzeit verstärkte Austria nochmals die Bemühungen, wurde aber durch konsequentes Verteidigen der Hartberger gestoppt. Marković verpasste eine gute Kopfballchance aus einem Eckball von Šaljić, und ein weiterer Vorstoß durch Johannes Eggestein sowie Kombinationen über die Außenbahnen führten nicht zum gewünschten Tor. Nach 90 Minuten stand es unverändert 1:1, sodass die Verlängerung folgen musste.
Verlängerung und vergebene Gelegenheiten
Die Verlängerung bot den Teams noch einmal zwei Mal 15 Minuten, in denen sich die Partie zunehmend in Zweikämpfe und hereinnahende Chancen aufteilte. Valentin Toifl kam nach einer Flanke von Taeseok Lee gefährlich zum Kopfball (97.), verfehlte aber das Ziel. Julian Hettwer traf kurz darauf die Latte (98.) — ein Schuss aus aussichtsreicher Position, der den Austria-Anhang hoffen ließ.
Kelvin Boateng wurde für Johannes Eggestein eingewechselt, doch auch seine Präsenz in der Offensive brachte keinen Entscheidungstreffer. Hartberg hatte durch Nikolaus Feldhofer eine Möglichkeit, blieb aber insgesamt defensiv stabil. In der Schlussphase der Verlängerung vergab Boateng eine Großchance nach Zuspiel von Hettwer (113./114.), sodass es nach 120 Minuten weiterhin 1:1 stand.
Elfmeter‑Entscheidung und Schiedsrichterrolle
Das anschließende Elfmeterschießen brachte die Entscheidung: Hartberg verwandelte alle seine Strafstöße, während bei der Austria ein Versuch — jener von Valentino Müller — von Hartberg‑Torhüter Luka Maric pariert wurde. Die Reihenfolge der Schützen und die Nervenstärke beider Teams wurden dabei entscheidend geprüft. Schiedsrichter Harald Lechner leitete die Partie und war auch bei den zentralen Szenen bis zur Elfmeterthematik präsent.
Die Serie endete mit einem 5:3‑Ergebnis nach Strafstößen zugunsten von Hartberg, womit die Gäste in die nächste Runde des UNIQA ÖFB Cup einziehen konnten. Die Austria hingegen schied trotz engagierter Leistung aus dem Wettbewerb aus.
Aufstellungen, Wechsel und Karteintragungen
Austria Wien begann mit: Mirko Kos; Ibrahim Buhari (65. Valentin Toifl), Wilhelm Vorsager (115. Philipp Maybach), Aleksandar Dragović (75. Johannes Handl), Taeseok Lee; Valentino Müller, Vasilije Marković (75. Julian Hettwer); Daniel Nnodim, Sanel Šaljić, Manfred Fischer (65. Florian Wustinger); Johannes Eggestein (99. Kelvin Boateng).
Hartberg startete mit: Luka Maric; Komposch, Lukas Spendlhofer, Coulibaly (106. Pazourek), Dalpiaz; Markuš, Tobias Kainz (78. Youba Diarra); Jed Drew (59. Nikolaus Feldhofer), Oliver Lukic (91. Jonas Karner), Gattermayer (78. Radulovic); Marco Hoffmann (91. Urrutia). Gelbe Karten verzeichnete das Spiel unter anderem gegen Fischer (30.), Buhari (35.), Boateng (111.) sowie Coulibaly (69.), Diarra (90.+3), Spendlhofer (92.) und Dalpiaz (96.).
Statistik, Zuschauer und organisatorische Fakten
Das Spiel in der Generali‑Arena wurde von 11.355 Zuschauern verfolgt. Als offizieller Spielleiter fungierte Harald Lechner. Die Begegnung endete nach 120 Minuten 1:1, Tore erzielten Johannes Eggestein (26.) für Austria und Oliver Lukic (44.) für Hartberg. Im Elfmeterschießen trafen die Hartberger alle Schützen, während bei Austria der Strafstoß von Valentino Müller gehalten wurde, wodurch das Endresultat 3:5 n. E. für Hartberg lautete.
Organisatorisch war das Treffen ein typisches Cupduell mit intensiver Betreuung beider Fanlager und klarem Fokus auf taktische Feinjustierungen beider Trainerteams, gerade mit Blick auf das bevorstehende Ligaprogramm und die Personalsituation beider Klubs.
Fazit für Austria Wien und Ausblick
Das Aus im Achtelfinale stellt für die Austria einen enttäuschenden Verlauf der Cupwettbewerbe dar, nicht zuletzt, weil das Spiel das Debüt von Max Uhlig als Cheftrainer war und das Team zeitweise die Spielkontrolle hatte. Die Partie zeigte jedoch auch positive Ansätze, etwa in der Spielanlage über die Flügel und zuletzt durch engagierte Einwechslungen, die für mehr Offensive sorgen sollten. Entscheidend werden nun die Lehren sein, die das Trainerteam aus den Situationen der Chancenauswertung und der Stabilität in entscheidenden Phasen zieht.
Kurzfristig gilt es, die Konzentration wieder auf die Ligaspiele zu richten und die verbliebenen Pflichtspiele mit einer stabileren Defensivarbeit sowie präziserer Chancenverwertung anzugehen. Für das Trainerteam bedeutet die Analyse dieser Begegnung eine zusätzliche Datengrundlage, um die Kaderrotation und Taktik in den kommenden Wochen anzupassen.
