Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am 8. Oktober 2026 mehrere kurzfristige Änderungen am Kader der Frauen-Nationalmannschaft bekannt gegeben. Bundestrainer Christian Wück reagierte auf Erkrankungen und Verletzungen innerhalb des ursprünglichen Aufgebots und berief als Folge unter anderem die 18-jährige Luzie Zähringer vom VfB Stuttgart, Nicole Anyomi (London City Lionesses) und Sarai Linder (VfL Wolfsburg) nach. Gleichzeitig zogen sich mit Larissa Mühlhaus (Eintracht Frankfurt), Bibiane Schulze Solano (Athletic Bilbao) und Selina Cerci (Arsenal) drei zuvor nominierte Spielerinnen zurück. Der Verband nannte als Gründe für die Ausfälle Krankheit, eine Muskelverletzung und anhaltende Knieprobleme. Nach diesen Anpassungen besteht der DFB-Kader für die beiden anstehenden Freundschaftsspiele gegen Australien und Japan aus 22 Spielerinnen.

Die Änderungen sind Teil der finalen Abstimmung des DFB auf kurzfristige Verfügbarkeiten und medizinische Einschätzungen in der Länderspielpause. Zähringer, die Kapitänin der deutschen U19-Auswahl, soll noch am Donnerstag in das Aufgebot stoßen; Anyomi war zuvor bereits als Ersatz für Vivien Endemann berufen worden, die mit einer leichten Wadenverletzung passen musste. Sarai Linder rückte ins Team, nachdem Kapitänin Giulia Gwinn im Vereinsspiel verletzt worden war. Der DFB betonte, dass medizinische Entscheidungen in Abstimmung mit Klubmedizinern und dem Verbandsteam getroffen wurden und dass ausfallende Spielerinnen weiterhin ärztlich betreut und zu ihrem Klub zurückgeleitet werden.

Hintergrund der Kaderänderungen

Die Änderungen folgten auf kurzfristige Entwicklungen im Umfeld der Nationalmannschaft. Bundestrainer Christian Wück musste personell reagieren, nachdem mehrere Spielerinnen aus dem ursprünglich nominierten Kreis nicht zur Verfügung standen. Die Mitteilungen des DFB benannten Krankheit sowie Verletzungen mit medizinischer Diagnose als die zentralen Ursachen für die notwendigen Umstellungen.

Mit dem Ziel, die Mannschaft bestmöglich für die anstehenden Testspiele vorzubereiten, nahm der Verband Nachnominierungen vor und passte das Aufgebot an die aktuelle Belastbarkeit der Spielerinnen an. Die Entscheidungen spiegeln die Priorität wider, sowohl die Gesundheit der Spielerinnen zu schützen als auch taktische Optionen für die Freundschaftsspiele offen zu halten.

Die nachberufenen Spielerinnen

Luzie Zähringer (VfB Stuttgart) ist mit 18 Jahren die jüngste Nachnominierte; sie führt aktuell die U19-Nationalmannschaft als Kapitänin an und wird voraussichtlich noch am Donnerstag ins Team stoßen. Ihr Aufgebot unterstreicht die Möglichkeit, jungen Talenten frühzeitig Einsätze auf A-Nationalmannschaftsebene zu ermöglichen.

Nicole Anyomi (London City Lionesses) wurde ebenfalls in den Kader berufen. Sie kam als Ersatz für Vivien Endemann, die aufgrund einer leichten Wadenverletzung zurückgezogen worden war. Sarai Linder (VfL Wolfsburg) komplettiert die Nachnominierungen; ihr Aufgebot erfolgte nach einer Verletzung von Mannschaftskapitänin Giulia Gwinn im Klubspiel.

Ausfälle und medizinische Gründe

Larissa Mühlhaus (Eintracht Frankfurt) verließ das Trainingslager vorzeitig wegen einer Erkrankung; der DFB bestätigte, dass ihr Abgang medizinisch bedingt war und dass sie aus gesundheitlichen Gründen das Team verlassen habe. Bibiane Schulze Solano (Athletic Bilbao) wurde mit einer Muskelverletzung ausgeschlossen, weshalb sie für die Freundschaftsspiele nicht zur Verfügung steht.

Selina Cerci (Arsenal) musste aufgrund anhaltender Knieprobleme passen und konnte nicht berücksichtigt werden. Der Verband erklärte, dass die betroffenen Spielerinnen weiterhin ärztlich betreut würden und die Entscheidungen in enger Abstimmung mit den Klubmedizinern getroffen wurden.

Organisation und Integration ins Trainingslager

Für die nachberufenen Spielerinnen gelten die üblichen medizinischen Check-ups und Einreiseformalitäten; der DFB kündigte an, dass die Integration ins Trainingslager zügig erfolgen solle, damit der Trainerstab noch konkrete Einheiten mit dem kompletten 22er-Kader absolvieren kann.

Der Verband hob hervor, dass die Abläufe hinsichtlich Betreuung und Rehabilitation der ausfallenden Spielerinnen weiterhin koordiniert werden, um eine möglichst sichere Rückkehr in den Spielbetrieb zu ermöglichen.

Deutschland gegen Australien

Das erste Testspiel ist Teil des Vorbereitungsprogramms der Nationalmannschaft in der Länderspielpause. Deutschland trifft auf Australien im BBBank Wildpark in Karlsruhe; die Begegnung ist für Freitag, den 9. Oktober 2026 angesetzt, Anpfiff ist um 20:30 CEST.

Dieses Freundschaftsspiel bietet dem Trainerteam die Gelegenheit, personelle Optionen gegen eine physisch starke Mannschaft zu erproben und einzelne taktische Varianten unter Wettkampfbedingungen zu beobachten.

13. Oktober 2026 · Deutschland gegen Japan

Das zweite Freundschaftsspiel findet am Dienstag, den 13. Oktober 2026, im Weserstadion in Bremen statt; Anpfiff ist um 17:45 CEST. Japan, als kontinentaler Meister Asiens, stellt einen technisch versierten Gegner dar.

Die Partie gegen Japan ergänzt die sportliche Vorbereitung, weil sie dem Trainerstab erlaubt, die Mannschaft gegen einen anderen internationalen Spielstil zu testen und taktische Anpassungen vorzunehmen.

Bedeutung der Einberufungen für die Entwicklung

Die Nachnominierung junger Spielerinnen wie Luzie Zähringer verdeutlicht den Plan des DFB, kommende Talente sukzessive an die A-Nationalmannschaft heranzuführen. Zähringers Rolle als U19-Kapitänin macht ihre Einberufung zu einer gezielten Gelegenheit, Erfahrungen auf höherem Niveau zu sammeln.

Die Integration erfahrenerer und jüngerer Spielerinnen wie Anyomi und Linder soll die Breite des Kaders stärken und dem Trainerstab zusätzliche Optionen in Offensive und Mittelfeld bieten. Freundschaftsspiele in dieser Länderspielperiode dienen Wück dazu, verschiedene Personal- und Systemfragen unter Wettkampfbedingungen zu prüfen.

Ausblick und Erwartungen

Mit einem 22-Spieler-Kader will der DFB eine Mischung aus Stabilität und Flexibilität gewährleisten. Beobachter können erwarten, dass insbesondere jüngere Akteurinnen Einsatzzeiten erhalten, um sich auf höherem Niveau zu beweisen, während verletzte Spielerinnen medizinisch betreut werden und die Perspektive einer Rückkehr verfolgt wird.

Die Partien gegen Australien und Japan werden zeigen, wie sich das Team taktisch und personell präsentiert. Für den Verband stehen neben den sportlichen Ergebnissen vor allem die Einschätzung individueller Entwicklungsschritte und die Belastbarkeit des Kaders im Vordergrund.