Lara Schmidt, 26 Jahre alt, hat sich im Sommer bewusst für einen Wechsel zu Borussia Dortmund entschieden und erläutert in einem ausführlichen Vereinsinterview ihre Motive, Erwartungen und sportliche Ausrichtung. Die Innenverteidigerin, zuletzt bei Werder Bremen aktiv, beschreibt ihren Schritt als „Back to Basics“ – eine Rückbesinnung auf Freude am Spiel, Vertrauen und Persönlichkeitsentwicklung. Schmidt erklärt, warum sie trotz Stationen in der Bundesliga mehrere Male bewusst Umwege gegangen ist: Nach schwierigen Phasen, unter anderem einer längeren Verletzungspause aufgrund einer Hüft‑Operation, suchte sie gezielt Orte, an denen sie wieder unbeschwert Fußball spielen und Selbstvertrauen zurückgewinnen konnte. Die Zeit in Basel etwa habe ihr den Blick über den Tellerrand geöffnet, Nürnberg habe sie in eine Führungsrolle gebracht, und die Einheit in Bremen habe ihr gezeigt, dass Einsätze und Wertschätzung entscheidend sind, um nachhaltig Leistung abrufen zu können. Bei Dortmund sieht sie nun die Perspektive, regelmäßig Spielpraxis zu bekommen, sich sportlich weiterzuentwickeln und langfristig in der Stadt und beim Klub anzukommen. Für Schmidt sind Vertrauen und kontinuierliche Einsätze zentrale Elemente: nur durch regelmäßige Spielzeit werde sie die notwendige Souveränität und Entscheidungsfreude auf dem Platz zurückerlangen. Auch die Vereinssituation, das Umfeld und die Vision des Klubs nennt sie als Gründe, weshalb sie sich bewusst für den Weg zum BVB entschieden hat.
Abseits des Platzes ist Schmidt eine sehr vielschichtige Persönlichkeit: ruhig und naturnah, wenn sie mit ihrem knallroten Bulli auf Campingtrips unterwegs ist, zugleich lautstark und durchsetzungsfähig auf dem Feld. Im Interview schildert sie Alltagsgewohnheiten wie das Kaffeerösten und mobile Kochen aus der Heckklappe ihres Campers als Ausgleich zum leistungsorientierten Alltag; diese Rituale sind für sie wichtige Anker, um Ruhe zu finden und Energie zu tanken. Die Balance zwischen Entschleunigung und Wettbewerbsgeist zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Karriere: frühe Auszugs‑Erfahrungen im Internat bei Jena prägten ihre Selbstständigkeit, Aufenthalte in Potsdam und Basel ihre Resilienz, und die Kapitänszeit in Nürnberg ihre Führungsqualitäten. Sportlich formuliert Schmidt ein klares Ziel: mit dem BVB den Weg zurück in die Bundesliga zu gehen und ihre persönliche Torbilanz gegenüber bisherigen Bestmarken zu steigern. Konkrete Auftakteindrücke untermauern den positiven Start in Dortmund – im ersten Testspiel erzielte sie das erste BVB‑Tor der Saison, beim Debüt im Stadion Rote Erde traf sie zum Sieg gegen AS Rom, und in der Regionalliga hat sie nach den ersten Spieltagen bereits Treffer verzeichnet. Für Schmidt sind diese frühen Erfolge Zeichen dafür, dass die gewählte „Back to Basics“-Herangehensweise greift: durch Vertrauen, regelmäßige Einsätze und ein Umfeld, das Entwicklung ermöglicht, möchte sie sportlich Verantwortung übernehmen und sich langfristig als fester Bestandteil des Teams etablieren. Sie hat beim BVB einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben und sieht darin die Chance, innerhalb dieses Zeitraums anzukommen – sportlich, persönlich und in der Verbindung zur Stadt sowie zum Klub.
Wechsel von Werder Bremen zu Borussia Dortmund
Der Sommertransfer vom SV Werder Bremen zu Borussia Dortmund war für Lara Schmidt eine bewusste Entscheidung mit der klaren Zielsetzung, sportlich wieder Fahrt aufzunehmen und langfristig in Dortmund anzukommen. Im Vereinsinterview nennt sie Vertrauen, Perspektive und die Vision des Klubs als entscheidende Faktoren für ihren Schritt.
„Back to Basics“: Persönlicher Lebensstil und mentale Balance
Schmidt beschreibt das Motto „Back to Basics“ als Leitmotiv für ihre aktuelle Lebens- und Sportphase. Abseits des Profifußballs sucht sie Ruhe und Ausgleich – ein knallroter Bulli, Campingtrips und Kaffeezubereitung gehören zu ihrem Alltag. Diese Auszeiten sind für sie ein wichtiger Gegenpol zur Intensität im Mannschaftsbetrieb und unterstützen die mentale Balance, die sie für konstante Leistungen benötigt.
Vom Nachwuchs zu Führungsverantwortung
Ihre Karriere führte Schmidt über Stationen in Jena, Potsdam, Basel, Nürnberg und Bremen. Die Zeit in Jena, als sie mit 16 auszog und Internatsleben mit Leistungssport und Schule kombinierte, prägte ihre frühe Reife und Selbstständigkeit. Später übernahm sie in Nürnberg Führungsverantwortung und sammelte dort wertvolle Erfahrungen als Kapitänin.
Erfahrungen mit Verletzungen und Konkurrenzkampf
Schmidt spricht offen über Rückschläge wie eine Hüft‑Operation und Phasen mit wenig Einsatzzeit. Diese Erfahrungen haben ihre Resilienz gestärkt und sie gelehrt, sich durchzusetzen. Sie nennt bewusst die Entwicklung einer „Arschlochmentalität“ als pragmatischen Schutzmechanismus, um im Profifußball konkurrenzfähig zu bleiben.
Sportliche Ziele beim BVB
Ihr zentrales sportliches Ziel ist klar formuliert: mit Borussia Dortmund den Weg zurück in die Bundesliga zu schaffen. Dabei sieht sie sich als Teil eines Entwicklungsprozesses, in dem Vertrauen, regelmäßige Spielpraxis und klare Rollenverteilung entscheidend sind, um ihre Leistungsfähigkeit auszubauen.
Lara Schmidt und die Integration in Dortmund
Schmidt betont, dass sie sich bewusst für den Weg beim BVB entschieden hat und die Clubkultur, das Umfeld und die mögliche Verbindung zur Stadt als wichtige Faktoren betrachtet. Nach eigener Aussage möchte sie innerhalb von drei Jahren das Gefühl haben, in Dortmund angekommen zu sein – durch Integration in die Mannschaft, gemeinsame Erlebnisse und die Wahrnehmung durch Fans und Klubmitarbeiter.
Erste Spiele und Tore: sportlicher Start beim BVB
Der Vereinsbeitrag nennt konkrete Auftakteindrücke: Im ersten Testspiel erzielte Schmidt das erste BVB-Tor der Saison. Beim Debüt im Stadion Rote Erde schoss sie den Siegtreffer gegen AS Rom, und in der Regionalliga hat sie nach den ersten Spieltagen bereits Treffer erzielt. Diese frühen Erfolgserlebnisse unterstreichen ihren positiven Einstieg beim Klub.
Rolle im Team und Führungsqualitäten
Schmidt beschreibt sich als kommunikative und lautstarke Leaderin auf dem Platz, gleichzeitig bodenständig und reflektiert. Erfahrungen aus früheren Stationen, etwa als Kapitänin in Nürnberg, haben ihre Führungsqualitäten geformt. Beim BVB sieht sie die Chance, diese Rolle weiter auszubauen und sich dauerhaft als Führungsspielerin zu etablieren.
