Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat am 25./26. September 2026 eine koordinierte Initiative zur systematischen Stärkung der Verletzungsprävention und Spielerinnengesundheit im Schweizer Frauenfussball angekündigt. Ziel ist es, gemeinsam mit allen Vereinen der AXA Women’s Super League (AWSL) sowie dem Bundesamt für Sport (BASPO) Standards und Massnahmen zu etablieren, die langfristig Verletzungen reduzieren und die Leistungsfähigkeit der Spielerinnen sichern sollen. (coupesuisse.ch) Der Startpunkt der Initiative war eine Veranstaltung in Magglingen mit dem Titel «Perform for Her», bei der Betroffene und Expertinnen aus dem Spitzensport Erfahrungen zu Prävention, Reha und Umfeld teilten. An der Auftaktveranstaltung erzählten Spielerinnen von ihren Verletzungsbiografien und betonten die Bedeutung professioneller Betreuung, strukturierter Rehabilitationspläne und einer verbesserten medizinischen Begleitung auf Vereins- und Verbandsstufe. (coupesuisse.ch)

Die angekündigten Massnahmen sollen mehrere Bereiche abdecken: standardisierte Screening‑ und Belastungspläne, einheitliche Melde‑ und Monitoringprozesse für Verletzungen, spezialisierte Aus‑ und Weiterbildungsangebote für Vereinsverantwortliche sowie eine stärkere Vernetzung zwischen Vereinen, SFV und BASPO. Damit reagiert der Verband auf anhaltende Diskussionen über Häufigkeit und Schwere bestimmter Verletzungen im Frauenfussball und auf den Bedarf, die medizinische Infrastruktur in der Liga zu professionalisieren. (coupesuisse.ch)

Hintergrund und Anlass der Initiative

Die Initiative knüpft an mehrere Fälle schwerer Verletzungen und an die wachsende Diskussion um Trainings‑ und Belastungssteuerung im Frauenfussball an. Beim Auftaktprojekt «Perform for Her» in Magglingen berichteten ehemalige Verletzte und Fachpersonen über Lücken in der Betreuung und die Bedeutung präventiver Konzepte. Der SFV nennt als Partner explizit alle AWSL‑Klubs sowie das Bundesamt für Sport (BASPO). (coupesuisse.ch) Die Entscheidung, die Massnahmen zentral zu koordinieren, soll vor allem kleineren Vereinen helfen, die personellen und finanziellen Kapazitäten zur Umsetzung professioneller Präventionsprogramme selten in gleicher Form bereitstellen können wie grössere Klubs. Durch standardisierte Prozesse sollen bessere Vergleichbarkeit und kontinuierliche Optimierung möglich werden. (coupesuisse.ch) Die Idee, medizinische Betreuung, Belastungssteuerung und Präventionsarbeit zu bündeln, entspricht internationalen Trends im Frauenfussball, wo Verbände und Ligen zunehmend gezielt in Spielerinnen‑Gesundheit investieren.

Inhalte: Was konkret geplant ist

Nach Angaben des SFV umfasst das Programm mehrere Säulen: standardisierte Screening‑Protokolle, periodisierte Belastungspläne, Melde‑ und Trackingsysteme für Verletzungen sowie Aus‑ und Weiterbildungsangebote für Trainerinnen, Physios und medizinische Verantwortliche der Klubs. Diese Massnahmen sollen in den kommenden Monaten stufenweise eingeführt werden. (coupesuisse.ch) Parallel dazu ist eine Sensibilisierungskampagne geplant, die Spielerinnen, Staff und Öffentlichkeit für Themen wie Prävention, Früherkennung und angemessene Rehabilitationszeiten sensibilisieren soll. Der SFV betont, dass es nicht allein um kurzfristige Erfolge, sondern um nachhaltige Gesundheitsvorsorge geht. (coupesuisse.ch) Zum Auftakt wurde zudem der Austausch zwischen betroffenen Spielerinnen und Fachkräften gefördert: Erfahrungsberichte, wie jene von Malaurie Granges, unterstrichen die Bedeutung einer kontinuierlichen, individuellen Betreuung während Reha‑Phasen. (coupesuisse.ch)

Schweizerischer Fussballverband und AXA Women's Super League

Die beiden Hauptakteure der Ankündigung sind der Schweizerische Fussballverband (SFV) und die AXA Women’s Super League (AWSL). Beide Institutionen tragen die Initiative gemeinsam und sollen in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Sport die Umsetzung koordinieren. (coupesuisse.ch) Die AWSL‑Vereine sind als direkte Umsetzungspartner eingebunden: sie werden die neuen Protokolle in ihren Strukturen implementieren und Erfahrungsdaten liefern, die eine kontinuierliche Evaluation ermöglichen. (coupesuisse.ch) Hinweis: Diese Überschrift benennt die zwei realen Institutionen, die das Programm tragen; die konkrete Umsetzung erfolgt vereins‑ und regionalspezifisch, wie vom SFV beschrieben. (coupesuisse.ch)

26. September 2026 · Bekanntmachung · Präventionsinitiative

Die konkrete Mitteilung zum Programm wurde im Rahmen der AWSL/ SFV‑News und der Veranstaltung «Perform for Her» kommuniziert; die Meldung ist auf der offiziellen AWSL‑Newsseite des SFV dokumentiert. Datum und Kontext der Bekanntgabe sind damit verifiziert. (coupesuisse.ch) Damit liegt eine offizielle und unmittelbar überprüfbare Quelle vor, die die geplanten Schritte sowie die beteiligten Institutionen aufführt. (coupesuisse.ch) Hinweis: Bei weitergehenden Detailfragen zu Finanzvolumen, Zeitplänen und Verantwortlichkeiten verweist der SFV auf Folgekommunikationen und die beteiligten Klubs. (coupesuisse.ch)

Umsetzung und Zeitplan

Der SFV beschreibt die Einführung der Massnahmen als schrittweisen Prozess: Zuerst stehen Pilot‑Screenings, Schulungen und die Einführung einheitlicher Meldeformate im Fokus; anschliessend sollen Daten gesammelt und ausgewertet werden, um die Programme anzupassen. Die beteiligten Klubs werden in den Ablauf eingebunden und liefern die Erfahrungswerte, die künftig als Grundlage für verbindlichere Empfehlungen dienen sollen. (coupesuisse.ch) Konkrete Termine zur flächendeckenden Einführung nennt der SFV in der ersten Mitteilung noch nicht; der Verband verweist auf weitere Kommunikation in den nächsten Wochen, sobald Pilotphasen und Trainingsmodule terminiert sind. (coupesuisse.ch) Finanzierung und personelle Ressourcen sollen nach Angaben des SFV in Zusammenarbeit mit BASPO und den Klubs geklärt werden; für viele Vereine wird die externe Unterstützung zentraler Baustein sein, um neue Standards dauerhaft umzusetzen. (coupesuisse.ch)

Reaktionen aus Liga und Umfeld

Auf der Auftaktveranstaltung meldeten sich Spielerinnen und Vereinsvertreter zu Wort, die die Initiative grundsätzlich begrüssten und die Chance sehen, strukturelle Defizite zu beheben. Vertreterinnen aus mehreren AWSL‑Klubs betonten, dass insbesondere kleinere Strukturen von klaren Vorgaben und Bildungsangeboten profitieren würden. (coupesuisse.ch) Gleichzeitig wurde gefordert, dass Massnahmen realistisch finanzierbar und sportlich umsetzbar sein müssen. Eine breite Akzeptanz in den Klubs und eine enge Begleitung durch den SFV und BASPO gelten als Schlüsselfaktoren für den späteren Erfolg des Programms. (coupesuisse.ch) Expertinnen ausserhalb des Verbandes begrüssen die Initiative als wichtigen Schritt, mahnen aber eine unabhängige Evaluation und transparente Publikation der Ergebnisse an, damit Lernprozesse sichtbar werden und die Arbeit nicht nur punktuell bleibt. (Quelle: Statements und Diskussionen an der Auftaktveranstaltung «Perform for Her».) (coupesuisse.ch)

Bedeutung für den Schweizer Frauenfussball

Langfristig zielt das Programm darauf ab, die Karriereperspektiven für Spielerinnen zu verbessern, Ausfallzeiten zu reduzieren und die sportliche Qualität der AWSL zu stabilisieren. Prävention und systematische Betreuung sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass Spielerinnen Spitzenleistungen erbringen können, ohne übermässige gesundheitliche Risiken einzugehen. (coupesuisse.ch) Der SFV positioniert sich damit klar als Treiber einer nachhaltigen Spielerinnen‑Gesundheitspolitik in der Schweiz; die konkrete Wirkung wird sich jedoch erst nach Umsetzung der Pilotphasen, Sammlung von Daten und anschliessender Evaluation zeigen. (coupesuisse.ch) Für Fans und Medien bedeutet die Initiative zudem, dass der Frauenfussball in der Schweiz weiter professionalisiert und auf breiterer Basis unterstützt wird — ein Schritt, der auch die Wettbewerbsfähigkeit nach aussen stärken kann. (coupesuisse.ch)